Chemnitzer Hütte  -  2.420 m

 

 

Die Chemnitzer Hütte liegt am Nevesjoch zwischen
Weißenbach und Lappach

Aut. Provinz Bozen
64 Betten und Lager
Geöffnet: Mitte Juni - Anfang Oktober

Geschichte der Chemnitzer Hütte

Dem Menschen erschien die Bergwelt lange als nicht vertraulich, als fremd, ja sogar feindlich. In Sagen nahmen die Gefahren Gestalt an: Hexen, Riesen, Geister und ähnliches drohten. Unberechenbar war der Berg, der Gletscher, die Felswand. 
Im vorigen Jahrhundert wurden viele Berge in den Alpen zum ersten Mal bestiegen. Und diese Erstbesteiger und Pioniere schwärmten von den Schönheiten der Bergwelt. Das war auch die Geburtsstunde des Bergsteigens. Schließlich schlossen sich die Vordenker zu Alpenvereinen zusammen und unternahmen die ersten Schritte, die Bergwelt mit Wegen und Schutzhütten zu erschließen und den Menschen zugänglich zu machen. 
Der Berg schlechthin in dieser Gegend war der Große Möseler. Quellen erzählen von Gemsjägern, die sich dem Gipfel näherten und von der Erstbesteingung. Da die Tour aber an einem Tag kaum zu bewältigen war, wurde der Ruf nach einer Übernachtungsmöglichkeit immer stärker. Schon 1875 sollten auf Anregung des Alpenvereins - Sektion Sand in Taufers auf der Göge-Alm und in Neves (Lappach)l Einrichtungen geschaffen werden, daß 6 bis 10 Personen übernachten können. 

Im Jahre 1880 genehmigte die Sektion Sand in Taufers 300 fl. für den Bau einer "Schutzhütte im oberen Neves". Am 20. August wurde die Hütte eingeweiht: "... unter Gesang und Tanz bei Wein ging der Abend in heiterer Stimmung vorüber. In der Hütte übernachteten 25 Personen ... (Dr. Josef Daimer)
Seit dem Jahre 1982 wurde die Schutzhütte immer wieder renoviert: eine Materialseilbahn wurde errichtet, die alte Veranda entsprach nicht mehr den Anforderungen. Der Hüttenwirt Erich Burgmann ließ sie abreißen und unterkellern. Darüber wurde eine sehr einladende Gaststube erbaut. 
So war das Schutzhaus wieder voll funktionsfähig und dem "Ansturm" der Gäste gewachsen. Es waren viele Schwierigkeiten zu überwinden, und deshalb sollten wir ein "Dankeschön" den Hüttenwirten und allen, die sich um das Schutzhaus Verdienste erworben haben, aussprechen.

 

 

 

Gipfel:
Großer Möseler (3.479 m) 3.45 h
Turnerkamp (3.418 m) 4.00 h
Höhenwege:
Kellerbauerweg - Speikboden: 6 h
Stabelerweg - Schwarzensteinhütte: 9h
Höhenweg zur Edelrauthütte:  3 h
Auskünfte

Neue Führung -> Infos folgen!!